Serveraufbau V1s
Dieser Bereich spezifiziert den Serveraufbau für die V1s-Buildvariante: CIVITAS/CORE V1 mit statischer statt S3-basierter Masterportal-Konfiguration. Die Masterportal-Konfiguration wird dabei nicht mehr zur Laufzeit aus RustFS/S3 geladen, sondern als versioniertes Artefakt direkt in das Portal-Backend-Image gebaut.
Grundlage ist das Vorhaben CIVITAS/CORE V1: Statische Masterportal-Konfiguration. Die vorliegende Spezifikation leitet sich weitgehend aus dem bestehenden Serveraufbau V1 ab und beschreibt ausschließlich die Abweichungen.
Unverändert gegenüber V1
Die folgenden Bereiche des V1-Serveraufbaus gelten für V1s unverändert:
| Bereich | Verweis | Hinweis |
|---|---|---|
| VM-Sizing und Host-Ressourcen | VM-Sizing und Host-Ressourcen | keine Änderung für V1s |
| Netzwerk, DNS und TLS | Netzwerk, DNS und TLS | keine Änderung für V1s |
| Kubernetes-Laufzeit (k3s) | Kubernetes-Laufzeit | keine Änderung für V1s |
| IDM-Provisionierung und Login | IDM-Provisionierung und Login | keine Änderung für V1s |
| E2E-Testumgebung | E2E-Testumgebung | keine Änderung für V1s |
Geändert gegenüber V1
Gegenüber dem V1-Serveraufbau ändern sich zwei Aspekte, die in eigenen Unterseiten spezifiziert sind:
- Portal-Backend-Image-Build — lokaler Soft-Fork-Build des
geoportal_backend-Images mit statisch eingebauter Masterportal-Konfiguration - Inventory-Delta — die gegenüber dem V1-Inventory geänderten Felder
Weitere Abweichungen gegenüber V1
Über die beiden oben genannten Aspekte hinaus unterscheidet sich V1s in drei Punkten, die im erfolgreichen Testlauf vom 2026-08-31 sichtbar wurden:
- Monitoring: Monitoring ist in beiden Varianten aktiv. In V1s installiert
05_addons.shzusätzlich die Prometheus-Operator-CRDs vorab (install_prometheus_operator_crds(), Version v0.89.0). Grund: Das Live-Playbook führt das Monitoring-Play nicht zuverlässig vor der APISIX-Installation aus. APISIX rendertmetrics.serviceMonitor.enabled: truebedingungslos und benötigt daher dieServiceMonitor-CRD bereits vor dem APISIX-Helm-Install. inv_access.apis.import: V1s setzt den Wert explizit auftrue. Das ist nötig für die Apisix-Routen der Geodata-Kernkomponenten, insbesondereportalBackend. Diecc_cli validate-Regel „Prometheus und Loki aktivieren, wenn APIs importiert werden“ wird über den zweiten ODER-Zweig erfüllt, weil das Monitoring aktiv ist.- Containerd-Namespace: Der lokale Image-Import nutzt
k3s ctr -n k8s.io images import -. Ohne-n k8s.ioläge das Image im Containerd-Namespacedefaultund wäre für kubelet unsichtbar. Der Punkt ist V1s-spezifisch, weil V1 keinen lokalen Image-Build kennt.
Der lokale Image-Build selbst ist in Portal-Backend-Image-Build beschrieben und hier nicht erneut ausgeführt.
Explizit nicht Gegenstand
- Frontend-Image-Rebuild: Das Masterportal-Frontend bleibt das unveränderte Original-Upstream-Image (
geoportal). Seine Konfiguration wird weiterhin zur Laufzeit über Umgebungsvariablen parametrisiert; ein Rebuild ist für V1s nicht erforderlich. - RustFS-Deinstallation: RustFS/S3 bleibt als Dienst der Plattform bestehen. Für die V1s-Instanz wird die S3-Anbindung lediglich deaktiviert; eine Deinstallation des Dienstes ist ausdrücklich nicht Gegenstand dieser Spezifikation.